Fortbildung zum Thema: „Systematische Behandlung von Fazialis- und Hypoglossusparesen nach dem PNF-Prinzip im Rahmen logopädischer Therapien“

Systematische Behandlung von Fazialis- und Hypoglossusparesen nach dem PNF-Prinzip im Rahmen logopädischer Therapien

 

Leichte Lähmungen führen zu geringen Asymetrien der Mimik, schwere Lähmungen jedoch zu erheblichen Funktionsausfällen. So kann beispielsweise ein Augenlid nicht mehr geschlossen werden und dadurch ist das Auge dann ungeschützt und gefährdet. Wenn der Mund nicht mehr geschlossen werden kann, hat dies Auswirkungen auf das Essen und auch auf die Deutlichkeit der Artikulation.
Durch die PNF (Propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation) werden mit Hilfe von Reizsetzung und Reizbeantwortung die Möglichkeiten des Patienten wieder aktiviert.
Zur Auslösung einer bestimmten Bewegung werden im Gesicht zielgerichtet Reize gesetzt. Eine häufige Wiederholung der gleichen Übungen führt zum neuen Erlernen der Funktionen. Kraft, Koordination und Ausdauer werden ebenfalls trainiert.

Fortbildung zum Thema „Direktes Arbeiten am Stottern im Kindergarten- und Grundschulalter“

Direktes Arbeiten am Stottern im Kindergarten- und Grundschulalter

 

Auch bei Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter ist direktes Arbeiten am Stottern bereits möglich und wichtig.

Nach der S3 Leitlinie müssen Kinderärzte für diese Sprachstörung eine Heilmittelverordnung ausstellen.

 

Im Rahmen der Sprachentwicklung auftretende Unflüssigkeiten sind von einem beginnenden Stottern klar abzugrenzen.

Der Schwerpunkt der direkten Arbeit am Stottern liegt auf einer aktiven, unmittelbaren Arbeit an der Sprache des Kindes.

 

In der Therapie geht es darum, dass das Kind sich mit seiner Sprache, seinen flüssig gesprochenen Anteilen, seinen Stottersymptomen und den hiermit verbundenen Gefühlen auseinandersetzt.

Fortbildung: „Padovan-Methode® Neurofunktionelle Reorganisation – Modul 2: Orofaziale Funktionen“

„Padovan-Methode® Neurofunktionelle Reorganisation – Modul 2: Orofaziale Funktionen“

 

Nach dem Modul 1 „Neurofunktionale Reorganisation – Körperliche Übungen“ nahm ich nun an dem daran anschließenden Modul 2 teil. Die Padovan-Methode® basiert auf einer ganzheitlichen Betrachtungsweise des Menschen und orientiert sich an der natürlichen Bewegungsentwicklung.

 

 

Ziel ist die Korrektur gestörter vegetativ-reflektorischer Funktionen (VRF) bei:

  • Atmung (Mundatmung)
  • Saugen (z.B. Daumenlutschen)
  • Kauen (z.B. Bruxismus)
  • Schlucken (gestörte Schluckfunktion)

Die Therapie erfolgt unter Einbeziehung von auditiver Stimulation (Sprechverse, Gedichte) und Rhythmisierung als Basis eines korrekten Lautspracherwerbs.

Diese Methode ist auch für Patienten geeignet, die nicht aktiv mitarbeiten können, wie beispielsweise Wachkoma-Patienten, Säuglinge, Menschen mit Down-Syndrom oder auch Patienten mit infantilen Zerebralparesen oder geistigen Behinderungen. Die Therapie sollte so früh wie möglich begonnen werden, da die physiologisch korrekten Bewegungsmuster so besser im zentralen Nervensystem abgespeichert werden können.

Fortbildung: “Fortbildung zum Thema „LSVT®LOUD“ als Zertifizierungsworkshop“

LSVT®LOUD (Lee Silverman Voice Treatment)

Ein Therapieprogramm zum Training der kommunikativen Fähigkeiten bei Parkinsonpatienten.

 

 

Menschen mit Morbus Parkinson leiden an einer leisen, monotonen und heiseren Stimme. Die Aussprache klingt und undeutlich und verwaschen. Die Kommunikation mit Fremden und mit Angehörigen wird zunehmend beeinträchtigt.


LSVT®LOUD ist eine intensive Therapie mit wissenschaftlich nachgewiesener Effektivität zur Behandlung von Parkinsonpatienten, die von den hiesigen Krankenkassen anerkannt ist und bezahlt wird. Bei dieser Methode wird ausschließlich durch das Erhöhen der Sprechlautstärke eine deutliche und anhaltende Verbesserung der Verständlichkeit der Sprache angestrebt. Der Erfolg der Behandlung hält bis zu zwei Jahren an.


Über einen Monat werden vier Sitzungen pro Woche durchgeführt. Begleitend zur Therapie führt der Patient vorgegebene tägliche Hausaufgaben durch. Das Training ist klar strukturiert aufgebaut. Zur Unterstützung von LSVT®LOUD arbeite ich in meiner Praxis mit dem LSVT® Companion. Der LSVT® Companion ist ein spezielles Computerprogramm, das LSVT®LOUD unterstützt und Behandlungsergebnisse regelmäßig aufzeichnet und dokumentiert.

 

Mit LSVT®LOUD erreicht man nachgewiesenermaßen folgende Ergebnisse für Parkinson-Erkrankte:

  • Die Lautstärke der Stimme nimmt deutlich zu
  • Die Verständlichkeit verbessert sich
  • Der Gesichtsausdruck wird lebendiger
  • Das Schlucken verbessert sich.

 

LSVT®LOUD ermöglicht es Menschen mit Parkinsonerkrankung die mündliche Kommunikationsfähigkeit zu erhalten, bzw. zu verbessern. Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Webseiten: www.lsvt.de oder an www.lsvtglobal.com.

Fortbildung: “Dortmunder Mutismus-Therapie (DortMut) für Kinder und Jugendliche“

Immer wieder trifft man im Praxisalltag auf mutistische Kinder. Wenn man Glück hat, bringt man sie zum Sprechen, oft aber auch nicht und sie bleiben während einer langen Zeit, auch in der Sprachtherapie, stumm. Schnell stoßen auch wir dann an unsere Grenzen. Bei der Fortbildung ging es vor allem darum, Mut zu machen mit mutistischen Kindern respektvoll und zielgerichtet (auch über einen längeren Zeitraum) zu arbeiten. Den Ansatz nach DortMut finde ich gut, weil er die individuelle Vorgeschichte der Patienten berücksichtigt und auch den Sinn des Schweigens hinterfragt. Die Sprachtherapie versucht, die allgemeine Freude am Sprechen zu fördern und die Funktion der Sprache als hilfreiches kommunikatives Element in der Vordergrund zu stellen. Bausteine der Mutismustherapie sollten vor allem sein: Verstehen und Akzeptanz, gemeinsames Anpacken, Mitbestimmung des Betroffenen und Durchhaltevermögen.

Hier noch ein paar allgemeine Informationen zum Mutismus:

Mutismus ist eine emotional bedingte psychische Störung, bei der die verbale Kommunikation stark beeinträchtigt ist.

Selektiver Mutismus ist ein zeitlich begrenzter, angstbedingter Sprechabbruch in bestimmten sozialen Situationen oder in Anwesenheit unbewusst ausgewählter Personen. Der Begriff Mutismus bezeichnet das vollständige Verstummen. Die Störung ist häufig mit besonderen Persönlichkeitsmerkmalen wie sozialen Ängsten, Empfindsamkeit, Rückzug oder Widerstand verbunden.

Für die Betroffenen und Kontaktpersonen ist das Schweigen eine große Belastung.

Zusätzliche Informationen