Fortbildung: „Padovan-Methode® Neurofunktionelle Reorganisation – Modul 2: Orofaziale Funktionen“

„Padovan-Methode® Neurofunktionelle Reorganisation – Modul 2: Orofaziale Funktionen“

 

Nach dem Modul 1 „Neurofunktionale Reorganisation – Körperliche Übungen“ nahm ich nun an dem daran anschließenden Modul 2 teil. Die Padovan-Methode® basiert auf einer ganzheitlichen Betrachtungsweise des Menschen und orientiert sich an der natürlichen Bewegungsentwicklung.

 

 

Ziel ist die Korrektur gestörter vegetativ-reflektorischer Funktionen (VRF) bei:

  • Atmung (Mundatmung)
  • Saugen (z.B. Daumenlutschen)
  • Kauen (z.B. Bruxismus)
  • Schlucken (gestörte Schluckfunktion)

Die Therapie erfolgt unter Einbeziehung von auditiver Stimulation (Sprechverse, Gedichte) und Rhythmisierung als Basis eines korrekten Lautspracherwerbs.

Diese Methode ist auch für Patienten geeignet, die nicht aktiv mitarbeiten können, wie beispielsweise Wachkoma-Patienten, Säuglinge, Menschen mit Down-Syndrom oder auch Patienten mit infantilen Zerebralparesen oder geistigen Behinderungen. Die Therapie sollte so früh wie möglich begonnen werden, da die physiologisch korrekten Bewegungsmuster so besser im zentralen Nervensystem abgespeichert werden können.

Fortbildung: “Fortbildung zum Thema „LSVT®LOUD“ als Zertifizierungsworkshop“

LSVT®LOUD (Lee Silverman Voice Treatment)

Ein Therapieprogramm zum Training der kommunikativen Fähigkeiten bei Parkinsonpatienten.

 

 

Menschen mit Morbus Parkinson leiden an einer leisen, monotonen und heiseren Stimme. Die Aussprache klingt und undeutlich und verwaschen. Die Kommunikation mit Fremden und mit Angehörigen wird zunehmend beeinträchtigt.


LSVT®LOUD ist eine intensive Therapie mit wissenschaftlich nachgewiesener Effektivität zur Behandlung von Parkinsonpatienten, die von den hiesigen Krankenkassen anerkannt ist und bezahlt wird. Bei dieser Methode wird ausschließlich durch das Erhöhen der Sprechlautstärke eine deutliche und anhaltende Verbesserung der Verständlichkeit der Sprache angestrebt. Der Erfolg der Behandlung hält bis zu zwei Jahren an.


Über einen Monat werden vier Sitzungen pro Woche durchgeführt. Begleitend zur Therapie führt der Patient vorgegebene tägliche Hausaufgaben durch. Das Training ist klar strukturiert aufgebaut. Zur Unterstützung von LSVT®LOUD arbeite ich in meiner Praxis mit dem LSVT® Companion. Der LSVT® Companion ist ein spezielles Computerprogramm, das LSVT®LOUD unterstützt und Behandlungsergebnisse regelmäßig aufzeichnet und dokumentiert.

 

Mit LSVT®LOUD erreicht man nachgewiesenermaßen folgende Ergebnisse für Parkinson-Erkrankte:

  • Die Lautstärke der Stimme nimmt deutlich zu
  • Die Verständlichkeit verbessert sich
  • Der Gesichtsausdruck wird lebendiger
  • Das Schlucken verbessert sich.

 

LSVT®LOUD ermöglicht es Menschen mit Parkinsonerkrankung die mündliche Kommunikationsfähigkeit zu erhalten, bzw. zu verbessern. Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Webseiten: www.lsvt.de oder an www.lsvtglobal.com.

Fortbildung: “Dortmunder Mutismus-Therapie (DortMut) für Kinder und Jugendliche“

Immer wieder trifft man im Praxisalltag auf mutistische Kinder. Wenn man Glück hat, bringt man sie zum Sprechen, oft aber auch nicht und sie bleiben während einer langen Zeit, auch in der Sprachtherapie, stumm. Schnell stoßen auch wir dann an unsere Grenzen. Bei der Fortbildung ging es vor allem darum, Mut zu machen mit mutistischen Kindern respektvoll und zielgerichtet (auch über einen längeren Zeitraum) zu arbeiten. Den Ansatz nach DortMut finde ich gut, weil er die individuelle Vorgeschichte der Patienten berücksichtigt und auch den Sinn des Schweigens hinterfragt. Die Sprachtherapie versucht, die allgemeine Freude am Sprechen zu fördern und die Funktion der Sprache als hilfreiches kommunikatives Element in der Vordergrund zu stellen. Bausteine der Mutismustherapie sollten vor allem sein: Verstehen und Akzeptanz, gemeinsames Anpacken, Mitbestimmung des Betroffenen und Durchhaltevermögen.

Hier noch ein paar allgemeine Informationen zum Mutismus:

Mutismus ist eine emotional bedingte psychische Störung, bei der die verbale Kommunikation stark beeinträchtigt ist.

Selektiver Mutismus ist ein zeitlich begrenzter, angstbedingter Sprechabbruch in bestimmten sozialen Situationen oder in Anwesenheit unbewusst ausgewählter Personen. Der Begriff Mutismus bezeichnet das vollständige Verstummen. Die Störung ist häufig mit besonderen Persönlichkeitsmerkmalen wie sozialen Ängsten, Empfindsamkeit, Rückzug oder Widerstand verbunden.

Für die Betroffenen und Kontaktpersonen ist das Schweigen eine große Belastung.

Fortbildung: „Zielgerichtete Dysphagietherapie“

Fortbildung zum Thema „Zielgerichtete Dysphagietherapie“

Unter dem Begriff Dysphagie versteht man alle Arten von Schluckstörungen. Die zielgerichtete Dysphagietherapie beinhaltet deshalb eine differenzierte Diagnostik, kleinschrittige therapeutische Interventionen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der ambulanten Versorgung.

Auf Basis des „normalen Schluckvorgangs“ wurden zu Beginn der Fortbildung Symptome undPathomechanismen gestörter Schluckabläufe erläutert. Bei der Therapie ging es vor allem um das individuelle störungsspezifische Vorgehen. Weiterhin erörtert wurden die Bereiche Sondenernährung, Früh-Reha, Geriatrie und oraler Kostaufbau mit therapeutischem Essen und Trinken sowie Schlucksimulationen. 

Die Häufigkeit der Schluckstörungen nimmt stetig zu. Zu den wichtigen Symptomen einer Schluckstörung gehören ein Druck- oder Kloßgefühl im Hals, das Husten während der Mahlzeit, vermehrter Speichelfluss, ein Würgereflex während des Schluckens oder ein Hochwürgen von bereits geschluckter Nahrung. Es kann auch Heiserkeit auftreten. Lungenentzündungen können zu den Folgeerscheinungen gehören.

Bei der klinischen Schluckuntersuchung werden alle für das Schlucken wichtigen Funktionen überprüft. Durch die Dysphagietherapie sollen die Atemwege bei der Nahrungsaufnahme und beim Schlucken von Speichel geschützt werden. Wichtig im Umgang mit Dysphagie-Patienten sind Kenntnisse über die Haltung und Lagerung, diätetische Maßnahmen und das Wissen für den Umgang mit einer akuten Aspiration (Verschlucken).

Die Fortbildung fand im Februar 2016 statt.

Fortbildung: Diagnose und Therapie von Dysphagie bei Menschen mit Amyotropher Lateralsklerose, Köln 15.06.2014-16.08.2014

Die Amyotrophe Lateralsklerose bezeichnet ein charakteristisch klinisches Syndrom, das neuropathologisch aus einer Läsion des kortikospinalen Trakts, der Vorderhornzellen und der bulbären motorischen Hirnnervenkerne besteht. Bei der ALS kommt es zu einem Verlust der Muskelsubstanz. Die Muskeln erhalten zu wenige Informationen (Atrophie). Wenn zu viele Informationen am Muskel ankommen, leidet der Patient an einer Spastik. Letztlich betrifft die ALS die Atemmuskeln und der Patient kann an einer Kohlendioxidnarkose sterben. Die durchschnittliche Lebenserwartung nach einer akuten Erkrankung liegt bei 3,3 Jahren.

 

Der drastische und schnelle Verlauf der Erkrankung führt sehr häufig zur Überforderung sowohl der Patienten,  deren Angehörigen als auch der behandelnden Ärzte, Pflegenden und Therapeuten. Bei ALS-Patienten stehen besonders die Störungen der Kau-, Schluck-, Atem- und Hustenfunktionen im Vordergrund, die sprachtherapeutisch behandelt werden können und müssen. 

Zusätzliche Informationen