"Betrachtung der Füße und Hände im Zusammenhang mit dem orofazialen Komplex" am 05. Dezember 2010 in Köln

Ausführlich behandelt wurde die Entwicklung der Hand- und Fußmotorik. Da die Entwicklung der Hand- und Fußmotorik nicht als isolierter Prozess zu betrachten ist, wurde auch auf das Zusammenwirken mit der Entwicklung der Aufrichtung, des Rollens, Robbens, Krabbelns, Stehens und Laufens eingegangen. 

Besprochen wurden ebenfalls die vorgeburtlichen Entwicklungsschritte als Basis zum Essen, Trinken und Sprechen und die Entwicklung der frühkindlichen Nahrungsaufnahme.

Praxisorientiert haben wir verschiedene Prüfverfahren zur Hand- und orofazialen Sensomotorik selbst ausgetestet. Wir haben gelernt, wie man die seriale Motorik der Hände, die Bewegungsfolgen der Finger, die Bewegungssequenzen im Gesichtsbereich und die seriale Motorik prüft. 

Ein Schwerpunkt war das praktische Üben an Händen und Füßen nach Castillo Morales. Weiterhin eingegangen wurde auf die physiologische Entwicklung der Laute und auf verschiedene Methoden der Lautanbahnung.

Nach meinen Erfahrungen in der Praxis stellt die Arbeit an Händen und Füßen eine wertvolle Unterstützung und Bereicherung der sprachtherapeutischen Arbeit dar. Die Übungen werden von den Kindern und Eltern gut angenommen. Insbesondere bei Kindern mir deutlich hypotoner (schlaffer) Mundmuskulatur (z.B. bei Down-Syndrom) kann die korrekte Zungenruhelage gut unterstützen.

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