Fortbildung: “Dortmunder Mutismus-Therapie (DortMut) für Kinder und Jugendliche“

Immer wieder trifft man im Praxisalltag auf mutistische Kinder. Wenn man Glück hat, bringt man sie zum Sprechen, oft aber auch nicht und sie bleiben während einer langen Zeit, auch in der Sprachtherapie, stumm. Schnell stoßen auch wir dann an unsere Grenzen. Bei der Fortbildung ging es vor allem darum, Mut zu machen mit mutistischen Kindern respektvoll und zielgerichtet (auch über einen längeren Zeitraum) zu arbeiten. Den Ansatz nach DortMut finde ich gut, weil er die individuelle Vorgeschichte der Patienten berücksichtigt und auch den Sinn des Schweigens hinterfragt. Die Sprachtherapie versucht, die allgemeine Freude am Sprechen zu fördern und die Funktion der Sprache als hilfreiches kommunikatives Element in der Vordergrund zu stellen. Bausteine der Mutismustherapie sollten vor allem sein: Verstehen und Akzeptanz, gemeinsames Anpacken, Mitbestimmung des Betroffenen und Durchhaltevermögen.

Hier noch ein paar allgemeine Informationen zum Mutismus:

Mutismus ist eine emotional bedingte psychische Störung, bei der die verbale Kommunikation stark beeinträchtigt ist.

Selektiver Mutismus ist ein zeitlich begrenzter, angstbedingter Sprechabbruch in bestimmten sozialen Situationen oder in Anwesenheit unbewusst ausgewählter Personen. Der Begriff Mutismus bezeichnet das vollständige Verstummen. Die Störung ist häufig mit besonderen Persönlichkeitsmerkmalen wie sozialen Ängsten, Empfindsamkeit, Rückzug oder Widerstand verbunden.

Für die Betroffenen und Kontaktpersonen ist das Schweigen eine große Belastung.

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