Fortbildung: „Zielgerichtete Dysphagietherapie“

Fortbildung zum Thema „Zielgerichtete Dysphagietherapie“

Unter dem Begriff Dysphagie versteht man alle Arten von Schluckstörungen. Die zielgerichtete Dysphagietherapie beinhaltet deshalb eine differenzierte Diagnostik, kleinschrittige therapeutische Interventionen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der ambulanten Versorgung.

Auf Basis des „normalen Schluckvorgangs“ wurden zu Beginn der Fortbildung Symptome undPathomechanismen gestörter Schluckabläufe erläutert. Bei der Therapie ging es vor allem um das individuelle störungsspezifische Vorgehen. Weiterhin erörtert wurden die Bereiche Sondenernährung, Früh-Reha, Geriatrie und oraler Kostaufbau mit therapeutischem Essen und Trinken sowie Schlucksimulationen. 

Die Häufigkeit der Schluckstörungen nimmt stetig zu. Zu den wichtigen Symptomen einer Schluckstörung gehören ein Druck- oder Kloßgefühl im Hals, das Husten während der Mahlzeit, vermehrter Speichelfluss, ein Würgereflex während des Schluckens oder ein Hochwürgen von bereits geschluckter Nahrung. Es kann auch Heiserkeit auftreten. Lungenentzündungen können zu den Folgeerscheinungen gehören.

Bei der klinischen Schluckuntersuchung werden alle für das Schlucken wichtigen Funktionen überprüft. Durch die Dysphagietherapie sollen die Atemwege bei der Nahrungsaufnahme und beim Schlucken von Speichel geschützt werden. Wichtig im Umgang mit Dysphagie-Patienten sind Kenntnisse über die Haltung und Lagerung, diätetische Maßnahmen und das Wissen für den Umgang mit einer akuten Aspiration (Verschlucken).

Die Fortbildung fand im Februar 2016 statt.

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