Fortbildung: “Fortbildung zum Thema „LSVT®LOUD“ als Zertifizierungsworkshop“

LSVT®LOUD (Lee Silverman Voice Treatment)

Ein Therapieprogramm zum Training der kommunikativen Fähigkeiten bei Parkinsonpatienten.

 

 

Menschen mit Morbus Parkinson leiden an einer leisen, monotonen und heiseren Stimme. Die Aussprache klingt und undeutlich und verwaschen. Die Kommunikation mit Fremden und mit Angehörigen wird zunehmend beeinträchtigt.


LSVT®LOUD ist eine intensive Therapie mit wissenschaftlich nachgewiesener Effektivität zur Behandlung von Parkinsonpatienten, die von den hiesigen Krankenkassen anerkannt ist und bezahlt wird. Bei dieser Methode wird ausschließlich durch das Erhöhen der Sprechlautstärke eine deutliche und anhaltende Verbesserung der Verständlichkeit der Sprache angestrebt. Der Erfolg der Behandlung hält bis zu zwei Jahren an.


Über einen Monat werden vier Sitzungen pro Woche durchgeführt. Begleitend zur Therapie führt der Patient vorgegebene tägliche Hausaufgaben durch. Das Training ist klar strukturiert aufgebaut. Zur Unterstützung von LSVT®LOUD arbeite ich in meiner Praxis mit dem LSVT® Companion. Der LSVT® Companion ist ein spezielles Computerprogramm, das LSVT®LOUD unterstützt und Behandlungsergebnisse regelmäßig aufzeichnet und dokumentiert.

 

Mit LSVT®LOUD erreicht man nachgewiesenermaßen folgende Ergebnisse für Parkinson-Erkrankte:

  • Die Lautstärke der Stimme nimmt deutlich zu
  • Die Verständlichkeit verbessert sich
  • Der Gesichtsausdruck wird lebendiger
  • Das Schlucken verbessert sich.

 

LSVT®LOUD ermöglicht es Menschen mit Parkinsonerkrankung die mündliche Kommunikationsfähigkeit zu erhalten, bzw. zu verbessern. Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Webseiten: www.lsvt.de oder an www.lsvtglobal.com.

Fortbildung: “Dortmunder Mutismus-Therapie (DortMut) für Kinder und Jugendliche“

Immer wieder trifft man im Praxisalltag auf mutistische Kinder. Wenn man Glück hat, bringt man sie zum Sprechen, oft aber auch nicht und sie bleiben während einer langen Zeit, auch in der Sprachtherapie, stumm. Schnell stoßen auch wir dann an unsere Grenzen. Bei der Fortbildung ging es vor allem darum, Mut zu machen mit mutistischen Kindern respektvoll und zielgerichtet (auch über einen längeren Zeitraum) zu arbeiten. Den Ansatz nach DortMut finde ich gut, weil er die individuelle Vorgeschichte der Patienten berücksichtigt und auch den Sinn des Schweigens hinterfragt. Die Sprachtherapie versucht, die allgemeine Freude am Sprechen zu fördern und die Funktion der Sprache als hilfreiches kommunikatives Element in der Vordergrund zu stellen. Bausteine der Mutismustherapie sollten vor allem sein: Verstehen und Akzeptanz, gemeinsames Anpacken, Mitbestimmung des Betroffenen und Durchhaltevermögen.

Hier noch ein paar allgemeine Informationen zum Mutismus:

Mutismus ist eine emotional bedingte psychische Störung, bei der die verbale Kommunikation stark beeinträchtigt ist.

Selektiver Mutismus ist ein zeitlich begrenzter, angstbedingter Sprechabbruch in bestimmten sozialen Situationen oder in Anwesenheit unbewusst ausgewählter Personen. Der Begriff Mutismus bezeichnet das vollständige Verstummen. Die Störung ist häufig mit besonderen Persönlichkeitsmerkmalen wie sozialen Ängsten, Empfindsamkeit, Rückzug oder Widerstand verbunden.

Für die Betroffenen und Kontaktpersonen ist das Schweigen eine große Belastung.

Fortbildung: „Zielgerichtete Dysphagietherapie“

Fortbildung zum Thema „Zielgerichtete Dysphagietherapie“

Unter dem Begriff Dysphagie versteht man alle Arten von Schluckstörungen. Die zielgerichtete Dysphagietherapie beinhaltet deshalb eine differenzierte Diagnostik, kleinschrittige therapeutische Interventionen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der ambulanten Versorgung.

Auf Basis des „normalen Schluckvorgangs“ wurden zu Beginn der Fortbildung Symptome undPathomechanismen gestörter Schluckabläufe erläutert. Bei der Therapie ging es vor allem um das individuelle störungsspezifische Vorgehen. Weiterhin erörtert wurden die Bereiche Sondenernährung, Früh-Reha, Geriatrie und oraler Kostaufbau mit therapeutischem Essen und Trinken sowie Schlucksimulationen. 

Die Häufigkeit der Schluckstörungen nimmt stetig zu. Zu den wichtigen Symptomen einer Schluckstörung gehören ein Druck- oder Kloßgefühl im Hals, das Husten während der Mahlzeit, vermehrter Speichelfluss, ein Würgereflex während des Schluckens oder ein Hochwürgen von bereits geschluckter Nahrung. Es kann auch Heiserkeit auftreten. Lungenentzündungen können zu den Folgeerscheinungen gehören.

Bei der klinischen Schluckuntersuchung werden alle für das Schlucken wichtigen Funktionen überprüft. Durch die Dysphagietherapie sollen die Atemwege bei der Nahrungsaufnahme und beim Schlucken von Speichel geschützt werden. Wichtig im Umgang mit Dysphagie-Patienten sind Kenntnisse über die Haltung und Lagerung, diätetische Maßnahmen und das Wissen für den Umgang mit einer akuten Aspiration (Verschlucken).

Die Fortbildung fand im Februar 2016 statt.

Fortbildung: Diagnose und Therapie von Dysphagie bei Menschen mit Amyotropher Lateralsklerose, Köln 15.06.2014-16.08.2014

Die Amyotrophe Lateralsklerose bezeichnet ein charakteristisch klinisches Syndrom, das neuropathologisch aus einer Läsion des kortikospinalen Trakts, der Vorderhornzellen und der bulbären motorischen Hirnnervenkerne besteht. Bei der ALS kommt es zu einem Verlust der Muskelsubstanz. Die Muskeln erhalten zu wenige Informationen (Atrophie). Wenn zu viele Informationen am Muskel ankommen, leidet der Patient an einer Spastik. Letztlich betrifft die ALS die Atemmuskeln und der Patient kann an einer Kohlendioxidnarkose sterben. Die durchschnittliche Lebenserwartung nach einer akuten Erkrankung liegt bei 3,3 Jahren.

 

Der drastische und schnelle Verlauf der Erkrankung führt sehr häufig zur Überforderung sowohl der Patienten,  deren Angehörigen als auch der behandelnden Ärzte, Pflegenden und Therapeuten. Bei ALS-Patienten stehen besonders die Störungen der Kau-, Schluck-, Atem- und Hustenfunktionen im Vordergrund, die sprachtherapeutisch behandelt werden können und müssen. 

Fortbildung zum Thema „Dysarthrie“

Thema: „Diagnostik und Therapie von Dysarthrien“

Datum: 16.11.2013 in Köln

 

Die Dysarthrien sind erworbene neurogene Sprechstörungen, die aufgrund einer Schädigung des zentralen oder peripheren Nervensystems zu einer Beeinträchtigung der Steuerung und Ausführung der Sprechbewegungen führen. Als bedeutsam für die Logopädie ist zu erwähnen, dass die weiteren Funktionskreise Atmung und Stimme häufig mit betroffen sind.

Betroffen sind die wesentlich am Sprechen beteiligten Komponenten: Atmungsapparat,

Kehlkopf, Ansatzrohr und Artikulationsorgane sowie auch das Gehör.

Für den Erfolg der Logopädie wesentlich sind u.a. ein früher Therapiebeginn, zielbewusste Aktivität, Eigenkontrolle und die Fähigkeit des Patienten zur Kompensation.

Die Dysarthrietherapie stützt sich auf folgende vier Säulen:

 

  • Übungsbehandlung

  • Anpassung von Kommunikationshilfen

  • Medikamentöse Maßnahmen

  • und chirurgische Maßnahmen

 

„…die Leute dachten, ich sei nicht ganz klar im Kopf, weil ich so verwaschen sprach. Einer

fragte mich, ob ich Alkohol getrunken hätte. Beschämt zog ich mich immer mehr zurück.

Dabei bin ich ganz klar im Kopf- aber das Sprechen fällt mir eben schwer…“

 

 

aus Ratgeber Dysarthrie DGS

 

 

 

Zusätzliche Informationen